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Montag, 21. Februar 2011 / Neue Zuger Zeitung

Die Pavillons konnten bezogen werden
HERTI Für die Schüler und die Lehrer wurde mehr Platz geschaffen - vorerst.

any. Nach sechs Monaten Bauzeit konnten die beiden neuen Schulpavillons beim Schulhaus Herti in Betrieb genommen werden - pünktlich auf den Schulbeginn nach den Sportferien. So sind die ersten Klassen gestern in die neuen Räume eingezogen. Die Pavillons wurden notwendig, da es in der Herti dringend mehr Platz für den Unterricht brauchte - eigentlich schon auf Beginn des laufenden Schuljahres. Mit diesen zwei Provisorien sollte nun aber der Raumbedarf in der Herti bis zum Schuljahr 2013/14 gedeckt sein, hiess es vor rund einem Jahr. Längerfristig fasst die Stadt Zug nun aber einen Neubau oder eine Erweiterung des Schulhauses ins Auge.

Sechs neue Klassenzimmer
Der Grosse Gemeinderat der Stadt Zug (GGR) hat für das jetzt beendete Projekt im Mai vergangenen Jahres einen Baukredit von rund 3,2 Millionen Franken beschlossen, im Juni hat dann der Stadtrat den Auftrag an den Totalunternehmer vergeben. Und die Baubewilligung wurde noch vor den Sommerferien gesprochen. Anschliessend konnten die Baumaschinen auffahren.
Bauchef André Wicki ist zufrieden mit dem Resultat: «Bei der Erstellung gab es keine Probleme, es lief reibungslos. Und wir waren jeweils im Kosten - wie auch im Terminplan.» Das mit den Fachpersonen erarbeitete Raumprogramm beinhaltet sechs Klassenzimmer, einen Raum für handwerkliches Gestalten, ein Lehrerzimmer sowie vier Gruppenräume. «Die Pavillons sind zwar als Provisorien gedacht, werden aber dank ihrer Qualität als voll funktionierende Klassenzimmer auch längerfristig genutzt werden können», sagt Wicki. Sie seien mit der gesamten für den Schulunterricht notwendigen Infrastruktur ausgerüstet worden. «Mit der gewählten Holzbauweise und der Materialisierung vermitteln die Unterrichtszimmer eine freundliche und angenehme Atmosphäre», ist der Bauchef überzeugt. Für die Realisierung des Projekts wurde die Firma Xaver Keiser AG aus Zug als Totalunternehmer beauftragt. «Die Arbeiten wurden durch den Totalunternehmer fast ausschliesslich an Zuger Unternehmungen vergeben», fügt Wicki an.
Ob der Bau der Pavillons nicht nur von den Fachpersonen als gelungen bezeichnet wird, sondern sich auch die Schüler und die Lehrer darin wohl fühlen, wird sich in ein paar Wochen zeigen. Wicki will nämlich via Bildungsdepartement Rückmeldungen einholen. «Vielleicht gibt es ja noch etwas zu beanstanden», sagt er.

Längerfristige Planung
Viel zu beanstanden hatten die Mitglieder des GGR, als das Geschäft im vergangenen Jahr auf der Traktandenliste stand - auch wenn sie die Realisierung der Provisorien schliesslich mit grossem Mehr absegneten. Es könne doch nicht sein, dass der Stadtrat von der Schülerzahlentwicklung so überrascht werde, dass nicht einmal ein Provisorium rechtzeitig bereitgestellt werden könne, bemängelte unter anderem die Alternative-CSP. Die SVP bezeichnete die Pavillons gar als Peinlichkeit für Zug. Die Stadt hat denn auch den Bedarf einer umfassenden Abklärung erkannt. Ein Ausschuss hat vor rund einem Jahr die Arbeit aufgenommen und will den genauen Bedarf im Schul- und Betreuungsbereich in der ganzen Stadt abklären.